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Sommergoldhähnchen
Regulus ignicapilla


Das Sommergoldhähnchen ist unsere kleinste heimische Vogelart und wiegt mit 4–7 Gramm gerade einmal so viel wie ein Bleistift. Anders als seine Schwesterart, das Wintergoldhähnchen, ist das Sommergoldhähnchen ein Zugvogel und hält sich nur im Sommer in unseren Gefilden auf. Diese Jahreszeit, seine teilweise goldene Färbung sowie der typisch gelbrot gestreifte Scheitel, der an einen Hahnenkamm erinnert, finden sich in seinem Namen wieder.

Obwohl es in unseren Regionen zu den zwanzig häufigsten Brutvogelarten zählt, registrieren viele Spaziergänger das Sommergoldhähnchen nicht, selbst wenn es ganz in der Nähe ist. Zum einen liegt das an seiner winzigen Gestalt, zum anderen daran, dass seine Stimme mit zu den höchsten unserer heimischen Vögel zählt. Gerade ältere Menschen können die Frequenz mitunter nicht mehr wahrnehmen. Außerdem hält es sich meist in den Kronenbereichen auf. Hier turnt es artistisch umher und sammelt kleine Insekten oder Spinnen.

Sein Nest ist ein wahres Kunstwerk: Es gleicht einem tiefen Napf mit einer kleinen Öffnung nach oben. Die Brut ist darin bestens geschützt und wärmeisoliert. Bei Regen kann sich das Außennest vollsaugen und dabei das 5-fache des ursprünglichen Gewichts annehmen. Diese Stabilität wird durch das Einflechten von Spinnstoff in das Nestmaterial ermöglicht.

 

Tipp für Vogelfreunde

Das Sommergoldhähnchen benötigt Baumbestände, wo es seine Nahrung von Blättern abpicken und seine kunstvollen Napf-Nester bauen kann. Ein insektenfreundlicher Garten dient ihm als Nahrungsgrundlage.