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Rotkehlchen
Erithacus rubecula


Das Rotkehlchen zeigt wenig Scheu vor uns Menschen, denn es hält uns vermutlich für große Weidetiere, die vielleicht einige köstliche Insekten aufscheuchen könnten. Deshalb kann man es oft aus nächster Nähe beobachten. Das Rotkehlchen ist eng mit virtuosen Arten wie der Nachtigall verwandt. Dies erkennt man gut an seinem variationsreichen Gesang mit bis zu 275 Motiven. Dieser ist sogar im Winter zu hören. Auch das Weibchen singt und verteidigt das eigene Revier außerhalb der Brutsaison. Das Rotkehlchen ist bekannt für seine Reinlichkeit und badet jeden Tag, im Winter notfalls auch auf Eis.

Da es in Bodennähe brütet und die Nestlinge hier leichte Beute darstellen, bleiben die Kleinen bei Erschütterungen absolut regungslos. Erst ein leise schnatternder Fütterruf der Eltern lässt sie, wie auf ein geheimes Passwort hin, ihre Schnäbel weit aufsperren. Der wissenschaftliche Name Rubecula ist eine Verniedlichung von Rot: »Rötchen«. Laut Volksglauben verdankt das Rotkehlchen seine rote Farbe dem Blute Christi, wovon zahlreiche Legenden erzählen.

 

Tipp für Vogelfreunde

Je wilder das Bruthabitat, desto wohler fühlt sich das Rotkehlchen. Übertreibe es also nicht mit der Gartenpflege. Durch die bodennahe Brut sind herumstreunende Hauskatzen eine große Gefahr für Nestlinge und die brütenden Eltern. Achte also darauf, dass zur Brutzeit keine Stubentiger in ihre Nähe kommen.