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Bienenfresser
Merops apiaster


Der Bienenfresser ist unsere farbenprächtigste Vogelart. Durch seine Verwandtschaft mit tropischen Arten bringt er einen Hauch Exotik in unsere heimischen Gefilde. Er profitiert von der Klima-Erwärmung und breitet sich immer weiter nach Norden aus. Wie sein Name schon ahnen lässt, gehören neben anderen Fluginsekten Bienen zu seiner Leibspeise. Damit er nicht gestochen wird, fixiert er diese mit seinem Schnabel und lässt sie ins Leere stechen, bis sich die Giftdrüse des Stachels entleert hat.

Der Bienenfresser ist ein flinker und wendiger Luftjäger. Seinen Beutezug startet er von einer festen Sitzwarte aus, wie etwa einem abgestorbenen Ast. Mit seinen »Adleraugen« kann er selbst in 60 Metern Entfernung fliegende Insekten erspähen. In einem eleganten und nur von wenigen Flügelschlägen abgelösten Segelflug erbeutet er diese zielsicher mit seinem pinzettenartigen Schnabel. Der Bienenfresser brütet gesellig in Kolonien. In Abbruchkanten aus Löss, Lehm oder verfestigtem Sand  gräbt er bis zu zwei Meter lange horizontale Röhren in die Erde, an deren Ende sich die Brutkammer befindet. Um die Gunst der Weibchen zu gewinnen, überreichen die Männchen zur Balzzeit auserwählte Fluginsekten als Brautgeschenk.

 

Tipp für Vogelfreunde

Der Bienenfresser braucht Steilhänge, um seine Brutröhren anzulegen. Wie viele andere Vogelarten ist er auf Insekten angewiesen und leidet unter dem Insektensterben. Dem kannst du durch den Kauf von ökologischen Produkten entgegenwirken. Gestalte außerdem deinen Garten möglichst bienenfreundlich, zum Beispiel durch das Anpflanzen von Weiden als Bienennährgehölz.