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26. September 2019

Der Traum vom eigenen Garten

Aus der Landflucht heraus hat sich seit einigen Jahren ein weiterer Trend entwickelt: das Urban Gardening, eine teils politische, vor allem aber eine sozial-ökologische Bewegung.

Zurück zur Natur

Schrebergärten erfreuen sich wieder größerer Beliebtheit, Nachbarschaftsgärten werden ins Leben gerufen, Schulgärten geschaffen. Sogenannte City Farms entstehen auf den Dächern oft leerstehender und zuvor industriell genutzter Häuser. Parkanlagen werden verschönert, Verkehrsinseln bepflanzt … Dabei wurde der Gemeinschaftsgedanke der sogenannten Community Gardens, die es bereits vor 40 Jahren in New York gab, nun mit der Rückbesinnung zur Selbstversorgung mittels natürlicher Landwirtschaft verbunden.

Und der Trend zeigt Wirkung. Kinder bekommen ein Gefühl für Natur und Ernährung. Menschen öffnen sich für Umwelt und Mitmenschen. Und in den Städten finden wir inzwischen oft eine größere Artenvielfalt vor als auf dem Land.

Margret und Karl – damals und heute

Vor 100 Jahren gab es das Urban Gardening noch nicht. So zog es Margret und Karl Voelkel aufs Land. Seit Jahren fasziniert von der Wandervogelbewegung, wollten sie gemeinsam den Zwängen der Stadt entfliehen und ein Leben in Freiheit genießen.

Mit einer Gemeinschaft von Wandervögeln besiedelten sie den Höhbeck im Wendland – auf der romantischen Suche nach Natürlichkeit, eine Sehnsucht, die die Menschen der heutigen Urban Gardening- Bewegung sicher mit ihnen teilen.

Doch was als Traum im Einklang mit der Natur begann, wurde bei den Voelkels rasch zum Überlebenskampf. Der Früchteanbau war aufgrund der Bodenverhältnisse schwierig. Ohne eigene Kuh fehlte es an Düngemitteln. Das einfache Leben im Einklang mit dem Kosmos wurde im selbst gebauten Haus aus Holz, Lehm und Schilf hart auf die Probe gestellt.

Die Urban Gardener haben es da heute leichter. Sie sind nicht – wie die Voelkels und so viele Menschen damals – auf ihr angebautes Obst und Gemüse angewiesen, um zu überleben. Sie machen dies aus ihrer Freude heraus, ein natürlicheres Leben zu führen. Gemeinsam haben die Menschen damals und heute aber die sorgfältige Auswahl des Obstes und Gemüses. Nicht alles wächst auf jedem Boden. Nicht alles lässt sich in unseren klimatischen Bedingungen anbauen.

Bevor Margret und Karl die Äpfel der umliegenden Streuobstwiesen zu Saft verarbeiteten, bauten sie vor allem Beeren an. Ein größeres Erdbeerfeld wurde in ihrer ersten Zeit auf dem Höhbeck zur Haupteinnahmequelle. Aber auch Johannis- und Himbeeren wuchsen in ihrem Garten.

Die Zeit der Himbeeren

Einst im Garten der Voelkels, stammen die heimischen Beeren, die heute in unsere Säfte gelangen, nicht mehr aus Pevestorf, doch noch immer aus Deutschland – Himbeeren aber vor allem aus Polen und Rumänien.

Wo überall Himbeeren drinstecken? Schaut einmal selbst:

o    Fairer Eistee Himbeer Hibiskus
o    Smoothie Erdbeer Himbeer
o    BioZisch Himbeer Cassis
o    Sirup Himbeer
o    BioC Schlauer Fuchs
o    Apfel-Waldbeerenschorle
o    Maulwurf Mix Traube Beere

Jetzt in der Saison der Herbsthimbeeren erinnern wir uns einmal wieder an die Anfänge von Margret und Karl. Welches Wissen sie damals schon hatten. Welch Gefühl sie intuitiv pflegten für ein Leben in Verbindung mit dem Kosmos. Doch auch: Wie sehr sie kämpfen mussten.

Wir sind so dankbar, dass unsere Gründer nie der Mut verließ. Vieles hat sich verändert. Vieles ist leichter geworden und größer. Eins aber wird in der Familie und dem Unternehmen Voelkel immer bleiben: Das, was schon Margret und Karl antrieb – die Vision eines Lebens in Verantwortung für Mensch und Natur – wird stets unser Leitspruch sein.



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