12. Dezember 2023

„Bio hilft“ wieder

Allos, Bauck Hof, Bohlsener Mühle, Voelkel, Weiling und Zwergenwiese spenden 27 Tonnen Nahrungsmittel für Waisenhäuser in der Ukraine.

In Anbetracht multipler Krisen droht das Leid der Bevölkerung in der Ukraine mehr und mehr in den Hintergrund zu geraten. Auf Initiative von „Safety Home Ukraine“ e. V. und des Wendländers Alexander Ottavio hat sich auch in diesem Jahr wieder eine Allianz von Bio-Unternehmen gefunden, die in kürzester Zeit insgesamt 27 Tonnen Nahrungsmittel für 5 Waisenhäuser mit insgesamt 3.700 Kindern aus Odessa gesammelt haben. Am 7. Dezember starteten zwei 40-Tonner LKWs mit Hilfsgütern vom Voelkel Werk in Richtung der vom Krieg hart getroffenen Stadt am Schwarzen Meer. Initiator Ottavio: „Das ist mit Abstand der größte und wertvollste Transport, den wir je losschicken konnten. Durch zusätzliche Geldspenden der beteiligten Firmen ist sogar ein Teil der leider sehr hohen Transportkosten zustande gekommen. Auf das ‚Bio hilft‘-Netzwerk ist wieder einmal Verlass.“ Die gemeinsame Hilfsaktion „Bio hilft“ findet bereits zum dritten Mal statt.

Zu den händeringend erwarteten Gütern zählen unter anderem 17.500 Flaschen Getränke und 21.000 Tomatensuppen von Voelkel,14.000 Portionen Erbsensuppe von Allos, 3.200 Packungen Kekse von Bohlsener Mühle, über 1600 Kilo Brotaufstrich von Zwergenwiese, eine halbe Palette Babynahrung von Weiling sowie fast 300 Kilo Backmischungen von Bauck Hof. Unterwegs gibt es einen Stopp in Köln, wo noch 9 Tonnen medizinische Güter zugeladen werden.

Eine Hilfe, die bitter nötig sei, erklärt Alexander Ottavio. „Mit den Waisen trifft es die unschuldigsten und wehrlosesten Beteiligten in diesem schrecklichen Konflikt. Sie leiden unter Stromausfall, Kälte und katastrophaler medizinischer Versorgung. Unter den vielen Kindern sind auch noch 200 Frühchen. Unserer Lieferung bedeutet wenigstens einige Tage etwas Gutes zu trinken und zu essen. Wer sich jetzt noch anschließen und etwas Geld spenden will, ist mehr als willkommen.“

Jacob Voelkel, beim niedersächsischen Familienunternehmen unter anderem auch für die Logistik verantwortlicher Geschäftsführer: „Es war großartig zu sehen, wie schnell und hilfsbereit alle Mitstreiter auf unsere Bitte nach Unterstützung reagiert haben. Hier zeigt sich wieder: Kooperation und Verlässlichkeit sind zentrale Werte der Bio-Branche. Wir haben schon in den letzten Jahren gemeinschaftlich für die Ukraine gesammelt und werden die vielen notleidenden Kinder in der Ukraine auch in Anbetracht der vielen weiteren Krisen jetzt nicht vergessen.“ Jurek Voelkel ergänzend: „Meine Brüder in der Geschäftsführung und ich haben alle Kinder. Von Alexander Ottavio ungefiltert zu hören, wie schlimm die Lage vor Ort ist, hat uns natürlich als Eltern persönlich sehr angefasst. Aber auch als gemeinwohlorientierte Unternehmer ist es für uns Verpflichtung, dass wir helfen, wenn wir können. Leider ist aber auch klar, dass neben kleinen, punktuellen Hilfsaktionen zur Weihnachtszeit die Ursachen von Kriegen und die ungerechte Verteilung von Wohlstand auf großer Ebene systemisch angegangen werden müssen. Bio leistet da seinen Beitrag, denn faire Vergütung und gesunde Arbeitsbedingungen in den Ursprungsländern stiften sozialen Frieden und materielle Gerechtigkeit.“



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