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Turteltaube
Streptopelia turtur


Ihr lautmalender Name ahmt das »Turr turr« der Turteltaube nach. Zwei frisch verliebte Menschen nennt man auch Turteltauben, inspiriert von den zärtlichen Bewegungen, dem sanften Gurren und der wochenlangen Zweisamkeit eines Taubenpärchens. Sie ernährt, wie alle Tauben, ihre Jungen mit speziell produzierter Kropfmilch, die auf dem Flug zum Nest aus den gesammelten Wildkräuter- und Baumsamen gebildet wird. Ein Unikum in der Vogelwelt, das die Jungen schnell heranwachsen lässt.

Nur geringfügig größer als eine Amsel ist die Turteltaube unsere kleinste heimische Taubenart. Früher wurden Turteltauben häufig als Ziervögel gehalten. Zum einen aufgrund der Schönheit ihres Gefieders, zum anderen besagte ein Aberglaube, dass sie Krankheiten der Besitzer an sich ziehen und diese daraufhin gesunden. Als einzige Langstreckenzieherin unter unseren heimischen Taubenarten verbringt sie ihren Winter in Afrika. Der Weg dorthin ist äußerst gefährlich, denn in der Mittelmeerregion gilt die Turteltaube als Delikatesse. Wegen intensiver Bejagung müssen Jahr für Jahr Millionen von ihnen ihr Leben lassen. Deshalb – und auch als Folge der Intensivierung der Landwirtschaft – brachen ihre Bestände bei uns seit 1980 um 90 Prozent ein.

 

Tipp für Vogelfreunde

Es gibt zahlreiche Petitionen, mit denen du auf politischer Ebene gegen den Vogelmord vorgehen kannst. Außerdem kannst du mit dem Kauf biologisch erzeugter Lebensmittel der Turteltaube helfen, wieder mehr Nahrung und Brutmöglichkeiten zu finden.