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Stieglitz
Carduelis carduelis


Der Name des Stieglitz umschreibt den charakteristischen Ruf, der oft auch im Flug zu hören ist: ein weiches, durchdringendes »Stig litt«. Er frisst Samen von Disteln und anderen Korbblütlern. Da man ihn deshalb häufig auf den hohen Stauden dieser Pflanzen beobachten kann, hat man ihm auch den Zweitnamen »Distelfink« gegeben. Auch sein wissenschaftlicher Name »Carduelis« spielt auf seine Lieblingsnahrung Distelsamen (carduus, die Distel) an. Stieglitze sind strikte Vegetarier. Während viele andere körnerfressende Vögel für die Jungenaufzucht auf Insekten umsteigen, füttert der Stieglitz auch seinen Nachwuchs ausschließlich mit Pflanzensamen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Singvögeln verteidigt er kein ganzes Revier, sondern nur die unmittelbare Nest-Umgebung. In seinem Nest herrschen strikte Hygiene-Regeln, an die sich auch die Jungvögel halten.

Der Stieglitz bildet kleine Brutkolonien mit bis zu fünf Paaren, die gemeinsam auf einem großen Baum brüten. Außerhalb der Brutzeit lebt er in kleinen Gruppen, aber auch in Schlafgemeinschaften mit bis zu 40 Exemplaren, die im Winter auch mit Schwärmen von Bluthänfling, Girlitz und Grünfink vermischt sein können.

 

Tipp für Vogelfreunde

Brachflächen sind der eigentliche »Speisetisch« des Stieglitz, hier findet er viele leckere Pflanzensamen. Du kannst solche Wildwuchsflächen auch in deinem Garten anlegen: Es ist spannend zu beobachten, wie Vegetation sich auf einer ungenutzten Fläche entwickelt und wer seinen Nutzen daraus ziehen kann. Zur Abwechslung und dem Stieglitz zuliebe also einfach mal nichts machen!