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Von Vater zu Vater

29.05.2019 von in Voelkel

Familie und Tradition sind feste Werte in unserem Unternehmen. Und gerade Väter haben in unserer Firmengeschichte eine große Bedeutung: Mitte der 40er Jahre übergab Gründer Karl Voelkel das Unternehmen an seinen Sohn Harm. Dieser führte Voelkel bis Anfang der 80er Jahre und verhalf der Naturkostsafterei zu einem überregionalen Namen.

Den Durchbruch zu einer modernen Bio-Saftkelterei erlebte Voelkel dann unter Leitung der dritten Generation, Harm’s Sohn Stefan Voelkel.
Fünf Söhne hat Stefan Voelkel, von denen drei gemeinsam mit ihrem Vater nun das Unternehmen leiten.

Bei so viel Vätern und Söhnen stellt sich die Frage: welche Rolle spielt also für uns der Vatertag?

Vatertag ist für uns wie auch der Muttertag ein Moment der Familie. Vielerorts hat sich der Vatertag zu einem Männertag entwickelt, in dem der Mann – ob Vater oder nicht – Reißaus nimmt vor der Familie, vor dem Alltag, um mit seinen Freunden durch den Park oder um die Häuser zu ziehen. Wir verbringen ihn als Familie zusammen.

Ursprünglich reicht der Vatertag Überlieferungen nach übrigens auf zwei alte Traditionen zurück. Die jüngere der beiden stammt aus dem 18. Jahrhundert. Damals war es üblich, dass Söhne regelmäßig ihre Väter auf Patrouillengängen an den Ortsgrenzen begleiteten. Viel später dann, als diese Patrouillengänge bereits Geschichte waren, entwickelte sich daraus ein Vater-Sohn Tag, der für Ausflüge und gemeinsame Zeit genutzt wurde.

Noch länger zurück reicht die Feier von Christi Himmelfahrt. Bereits im 4. Jahrhundert feierten die Christen Jesus‘ Rückkehr zu Gott. Im 16. Jahrhundert zogen die Menschen an Himmelfahrt in Prozessionen um ihre Felder, um für eine gute Ernte zu beten. Abends trafen sie sich dann zum Tanzen, Essen und zum Trinken. Im 19. Jahrhundert rückte der kirchliche Aspekt vollends in den Hintergrund, aus der Prozession wurde eine sogenannte „Herrenpartie“, woraus nun im 20. Jahrhundert der moderne Vatertag entstand.

Aus beiden Traditionen heraus ist es also ganz richtig, den Vatertag als Männertag anzusehen, an dem die Männer jeder Generation und jeden Alters gefeiert werden.

Wie sieht es in unseren Nachbarländern aus?

Gibt es ihn dort, den Vatertag? Wird er gefeiert? Und wenn ja, wie?

In Österreich z.B. wird der Vatertag am zweiten Sonntag im Juni gefeiert. Ähnlich wie am Muttertag bekommt der Vater kleine Geschenke von seinen Kindern – und verbringt dann den Tag mit seiner Familie. Kuchen, Ausflüge und Spieleabend sind feste Bestandteile des Vatertags unseres Nachbarlandes. Eine schöne Tradition.

In der Schweiz wurde der „Vätertag“ erst 2007 ins Leben gerufen und wird ähnlich wie unser Muttertag gefeiert. Am ersten Sonntag im Juni unternehmen Väter etwas mit ihren Kindern – nicht nur, um den Müttern eine Pause zu gönnen, sondern vor allem um Zeit mit ihrem Nachwuchs zu verbringen. Auch ein schöner Ansatz.

Ob mit den Freunden, den Kindern oder wie bei uns mit der ganzen Familie – jeder Vater und jede Familie entscheidet selbst, wie ihr Vatertag gestaltet wird. Und das ist auch gut so. In der einen Familie mangelt es an Zeit für sich, in der anderen an Zeit mit den Kindern oder der gesamten Familie. Wenn dieser – eigentlich religiöse – Feiertag also dazu genutzt wird, sich selbst und seinen Lieben etwas Gutes zu tun, dann ist es richtig.

In diesem Sinne: Euch allen einen fröhlichen Vatertag!

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