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29. Oktober 2020

Wir schlagen Alarm: Pestizide in unserer Luft!

Das hat ordentlich Wellen geschlagen, die von der Initiative Ackergifte? Nein danke!  aktuell veröffentlichte bundesweit durchgeführte Studie. Denn sie belegt: Pestizide verbreiten sich kilometerweit durch die Luft. Egal ob 10, 100 oder mehr als 1.000 Meter entfernt vom Acker, auf dem gespritzt wurde, konnten von der Initiative verschiedene, teils längst verbotene Stoffe nachgewiesen werden – an allen Messstationen.

Diese Ergebnisse sind schockierend. Denn das bedeutet: Pestizide gelangen bis in den hintersten Winkel Deutschlands und gefährden über Luft- und Atemwege unsere Gesundheit. Insgesamt wurden 138 Pestizide gefunden, an den meisten Standorten ein Pestizid-Cocktail von gleich mehreren Wirkstoffen. Viele Pestizide sind flüchtige Stoffe oder verteilen sich angeheftet an Staubpartikel über den Wind bis in die Städte hinein, in Naturschutzgebiete, ja selbst bis auf die Spitze des Brocken – eine Verbreitung, die wirklich von niemandem kontrolliert werden könnte.

Das hat Folgen für Mensch und Natur.

Pestizide unterscheiden nicht zwischen nützlich und nutzlos. Sie zerstören Umwelt und Böden, gefährden die Artenvielfalt und bedrohen insbesondere Insekten, die die Nahrungsgrundlage für viele andere Tiere sind.

Die Folge: der Verlust von wichtigem Bodenleben, damit trockene, ausgelaugte Böden, die für die Landwirtschaft nur hochgradig gedüngt genutzt werden können und langfristig kaum mehr zu gebrauchen sind – und der Rückgang unserer Artenvielfalt. Jeder zweite Feldvogel ist bereits ausgestorben. Die Hälfte der Arten in den Ackergewässern ist schon verlorengegangen. Und 80 Prozent der Insekten sind seit den 1980er Jahren verschwunden.

 

Der Mensch ist von Ackergiften übrigens auch ganz unmittelbar und nicht nur in Folge der Naturbelastung betroffen. Das wurde bereits vor fünf Jahren mit einem  belegt, bei dem in 99,6 Prozent der Proben Glyphosat im Urin  nachgewiesen werden konnte – 99,6 Prozent! Dies wird von Bayer-Seite aus nicht als bedenklich angesehen, da Glyphosat nicht in den Stoffwechsel bei Menschen eingreifen würde. Das wurde quasi in einem Atemzug behauptet zusammen mit dem Verneinen, dass sich das Ackergift nach der Ausbringung auf dem Feld durch die Luft verbreiten könnte … Insofern stellt sich nun ganz deutlich die Frage:

Wie gesundheitsgefährdend sind Ackergifte wirklich für den Menschen?

Die Initiative Ackergifte? Nein danke! hat für Fragen wie diese aus aktuellem Anlass nun eine Plattform  errichtet, unter der Interessierte und Betroffene (also wir alle) Fragen stellen können, die von landwirtschaftlichen Experten, Biologen und Toxikologen u.a. beantwortet werden

  • Wie viele Pestizide werden eigentlich eingesetzt in Deutschland?
  • Haben sie Einfluss auf unsere Gesundheit?
  • Wie kommen Pestizidrückstände in den Honig

Das ist nur ein Auszug der bereits beantworteten Fragen.

Welche Frage ist Eure? Stellt sie unter:

whispert.de/pestizide-in-unserer-luft/

… und bekommt eine Antwort.

 



Kommentare

Eine Antwort zu “Wir schlagen Alarm: Pestizide in unserer Luft!”

  1. Guido Willers sagt:

    Hallo,
    ich wundere mich über die Verbreitung von Pestiziden hier in Deutschland, in einem Land wo der Bio – Gedanke und Umweltschutz in breiten Teilen der Bevölkerung angekommen ist. An der Umsetzung hapert es aber von der Politik und eine ständige Kontrolle findet sowieso nicht statt. Siehe Abgasskandal bei den Autos in Deutschland. Da fallen wir über andere Länder her und kritisieren deren Umweltverhalten. Wir sollten erst vor der eigenen Haustür kehren.
    Aus Profit wird Gemüse aus China importiert. Ingwer, Knobloch, Tomaten usw. Wer in China gewesen ist kann es vielleicht beurteilen. Die Luft ist seit zig Jahren nur mit einer Maske zu ertragen, es wird ständig gegen Pstizide gespritzt und die ausgelauchten Böden werden überdüngt. Dann kommt der lange Transport mit Schiffen die Schweröl zum Antrieb benutzen.
    Ich bin kreuz und quer durch China gereist und habe keinen sauberen Fluß oder See gefunden.
    Weiter guten Appetit !
    In Europa gibt es alle Produkte und die Bürger sind bestimmt bereit höhere Preise für gute Qualität zu bezahlen. Es müssen nicht Orangen aus Süd Afrika u.a. sein. Für die spanischen Farmer lohnt sich bald das Geschäft mit den Orangen nicht mehr.
    Ein Umdenken muß stattfinden.
    Liebe Grüße

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