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2. Oktober 2020

Streuobstwiesen – ein Stück Kultur und einzigartiger Lebensraum

Schon einmal was gehört von der „Guten Grauen“, der „Köstlichen von Charneux“ oder der „Neuen Poiteau“? – Nein? Dann wird das allerhöchste Zeit, denn hinter diesen Namen verbergen sich alte Birnensorten, die bei uns im Wendland am Rande von Alleen und auf unseren regional-typischen Streuobstwiesen zu finden sind.

Noch vor 100 Jahren prägten Streuobstwiesen das landschaftliche Bild Deutschlands. Rund um Dörfer und Städte gab es eine Vielzahl von Wiesen mit natürlichem Obstbestand, die für jeden zugänglich waren. Unter den Bäumen weidete das Vieh. Und jeder, der vorbeikam, konnte sich die Früchte vom Baum pflücken. Seit vielen Jahren verschwinden nun aber diese Wiesen. Sie werden verkauft und zu Bauland gemacht. Die Obstbäume verschwinden – und auf diesem Wege nach und nach auch ganze Sorten.

Ob Apfel, Birne, Kirsche oder Pflaume – die oft über 200 Jahre alten Obstsorten der Streuobstwiesen von einst sind heute selten geworden. Eine einheitliche Größe, ein ebenmäßig gleiches Aussehen und ein eher süßer Geschmack sind wichtiger geworden als Vitalität und Vielfalt des Streuobsts. Ein trauriger Trend. Denn mit dem deutschlandweiten Verschwinden der regionalen Streuobstwiesen geht uns nicht nur ein Stück unserer Kultur verloren sondern auch Lebensraum für unzählige Tiere und Pflanzen.

Die von Stefan Voelkel initiierte Gründung des Bio-Streuobstverein Elbtal e. V. zur Förderung der regionalen Streuobstwiesen war ein guter Anfang, diesem Trend Einhalt zu gebieten. Nun bereits schon seit fast 20 Jahren unterstützen wir die Mitglieder des Vereins, indem wir die Abnahme ihres Streuobsts zu fairen Preisen und auch in kleinen Mengen garantieren.

Unser Bio Apfelsaft – naturtrüb – Streuobstwiesen Initiative wurde gerade von Ökotest mit dem Testurteil SEHR GUT ausgezeichnet. Ein klares Zeichen für die außergewöhnlich hohe Qualität der Streuwiesenäpfel.

Aber wir bekommen nicht nur die alten Apfelsorten von Streuobstwiesen sondern auch wunderbar schmackhafte Birnen.

Und so sind in unserem naturköstlichen Bio Birnensaft – sowie auch in allen anderen unserer Getränke, in denen Birnen enthalten sind – neben Birnen aus dem Alten Land auch die alten Sorten der deutschen Streuobstwiesen – vom Wendland bis nach Süddeutschland.

Und so freuen wir uns in diesen Tagen, dass neben den Äpfeln auch die Birnen der umliegenden Streuobstwiesen zu uns nach Pevestorf gebracht werden – die „Gute Graue“, die „Köstliche von Charneux“ und die „Neue Poiteau“. Denn sie machen nicht nur unseren Birnensaft so einzigartig geschmackvoll, sondern sie sind auch ein Zeichen für den Erhalt von regionaler Kultur und Naturschutz durch den Fortbestand von wertvollem Lebensraum für vielfältige Artengemeinschaften: bis zu 5.000 Tier- und Pflanzenarten wurden bei Untersuchungen allein auf den Streuobstwiesen der Elbtalaue nachgewiesen, die wir mit dem Erhalt der Wiesen vielleicht vom Aussterben bewahren können.



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