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6. August 2020

Eine Reise nach Brasilien

Vor einiger Zeit war Stefan Voelkel in Brasilien – für Voelkel, aber irgendwie auch für Demeter, für eine enkeltaugliche Landwirtschaft und für Klimaschutz. Ziemlich viel auf einmal? – Absolut, aber wir erzählen der Reihe nach:

Brasilien ist der Wald der Erde. Was dort passiert geht uns alle an. Nicht nur, was den Klimaschutz betrifft, sondern auch die Artenvielfalt. Aus diesem Grund ist unser Senior Chef Stefan Voelkel für ein gemeinschaftliches Climate Change-Projekt in Zusammenarbeit mit Meta Mate aus Berlin in diesem Frühjahr für einen Monat nach Brasilien gereist.

In Südbrasilien erstrecken sich Sojafelder soweit das Auge reicht – riesige Monokulturen, für die große Teile des für unser Klima so entscheidenden Regenwaldes abgeholzt wurden. Welche Ausmaße diese Felder haben, das konnte Stefan hier selbst erleben. Denn riesig heißt hier wirklich riesig. Um euch eine Idee zu geben: Bei Besichtigung der Soja-Felder hat die Reisegruppe um Stefan so verfahren, dass sie zwei Stunden ohne Handyempfang und völlig orientierungslos durch die gewaltigen Monokulturen irrten. Zwei Stunden lang sah alles vollkommen gleich aus, egal wohin sie fuhren. Die Eintönigkeit, die Größe – dort, wo einst Artenvielfalt geherrscht hatte, war für Stefan eine hochgradig deprimierende Erfahrung.

Doch Stefan und seine Partner von Meta Mate waren hier, um diesem gewaltigen Trend entgegenzuwirken. Ein „David gegen Goliath“- Projekt, aber Schritte müssen gegangen werden, um einen Wandel hervorrufen zu können. Ziel der Projekt-Gruppe war ein Tal in Sao Matinho, das Voelkel und Meta Mate als ehemaliges Brachland erworben haben. Hier sollte gepflanzt werden. Denn:

Pflanzen bedeutet Klimaschutz

Das geplante Projekt umfasst 400 Bäume und Sträucher, ein echter Mate-Mischwald und keine Monokultur, Raum für Vögel, Insekten und Schmetterlinge – eine Insel voll Artenvielfalt inmitten von Glyphosat-verseuchten Gebieten.
Zusammen mit Fabricio Docanto von Meta Mate nahm Stefan persönlich an der Pflanzaktion teil – bei 40 Grad im Schatten und mit Aufmerksamkeit der ansässigen TV- und Radiosender. Der Film über unser Projekt wurde auf Initiative des grünen Stromanbieters Creluz zur besten Sendezeit im örtlichen Nachrichtenfernsehen augestrahlt und von über 50.000 Menschen gesehen. Auch die im Radio übertragene Sendung über unsere Pflanzaktion wurde von zahlreichen Bio-Anbauern wahrgenommen, so dass wir überall, wo wir danach hinkamen, bereits bekannt waren.

Auch mit dabei bei der gemeinsamen Pflanzaktion war Familie Gehm, die uns über Meta Mate für unsere BioZisch mit Mate-Blättern in Bio-Qualität beliefert. Stefans Ziel war es, die Familie während dieser Reise davon zu überzeugen, auch ihre Plantage auf Demeter umzustellen. Erste Schulungen haben noch während Stefans Aufenthalt stattgefunden. Und so sind wir zuversichtlich, unsere BioZisch Mate, dem „grünen Gold der Indios“, auch mit Hilfe dieser Familie in naher Zukunft in Demeter-Qualität anbieten zu können.

So reiste Stefan Voelkel also nach Brasilien

… für Voelkel, um Demeter-Orangen und -Mateblätter zu beschaffen.

… für Demeter, um den biodynamischen Gedanken in die Welt zu tragen.

… für eine enkeltaugliche Landwirtschaft im Sinne der Initiative „Ackergifte? Nein Danke!“, über die Stefan während dieser Reise immer wieder informierte und zur Nachahmung aufrief.

… und für den Klimaschutz in Form eines Reforesting-Projekts inmitten der brasilianischen Soja-Monokulturen.



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