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10. Oktober 2018

Das Glück hängt an den Bäumen

Als Margret und Karl Voelkel in den 30-er Jahren mit ihrem mobilen „Mostmax“ loszogen, um Saft aus den Äpfeln der umliegenden Streuobstwiesen zu pressen, konnten sie nicht ahnen, wie sich ihr einfacher Traum von einem selbstbestimmten Leben in der Natur bis heute entwickeln würde.

Ihre einst mobile Saftpresse ist heute Deutschlands größte Naturkostsafterei.

Vieles hat sich verändert im Hause Voelkel, vieles ist gewachsen und hat sich weiterentwickelt. Doch manches ist geblieben, wie es immer war und ist auch heute dem Wunsch ausgerichtet nach Freiheit und einem Leben im Einklang mit dem Kosmos – die Vision von Margret und Karl.

Am wichtigsten für uns Voelkels sind unsere Werte. So lautet unser Leitspruch auch seit jeher „In Verantwortung für Mensch und Natur“.

Dem zur Folge achten wir nun auch in vierter Generation auf langfristig ausgerichtetes Tun. Wir setzen auf fairen Handel und langfristige, persönliche Beziehungen zu unseren Obst- und Gemüseanbauern. Wir arbeiten konsequent ohne Gentechnik. Die Technik unserer Saftpressen wird stetig weiterentwickelt, um eine bestmögliche Qualität erhalten zu können. Und unsere Produkte werden mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen hergestellt.

Doch langfristig ausgerichtetes Handeln heißt nicht immer nur Voranschreiten. Manchmal muss man auch zurückblicken. So engagieren wir uns u.a. für den Erhalt des regionalen Streuobstanbaus.

Back to the roots – oder ab auf die Streuwiesen

2001 initiierte Stefan Voelkel die Gründung des Bio-Streuobstverein Elbtal e. V. zur Förderung der regionalen Streuobstwiesen und stieß 9 Jahre später an, das Projekt auch auf den Lüneburger Stadtraum zu übertragen.

Der Verein informiert über die ökologischen Vorteile der Wiesen, beschafft neue Bäumchen von alten Obstsorten und motiviert die Wiesenbesitzer, an ihrem regionalen Produkt festzuhalten.

Der Verein konnte eine Lösung finden, damit die Mitglieder ihre oft kleinen Obstgärten zu bezahlbaren Preisen Bio-zertifizieren lassen können. Darüber hinaus garantiert Voelkel als Unternehmen die Abnahme des Streuobstes zu fairen Preisen. So bleiben die Wege zur Weiterverarbeitung in Pevestorf kurz. Und rund 70 aktive Mitglieder machen sich im Herbst auf den Weg zu Voelkel, um sich ihre Bio-Streuobsternte in Geld oder in Saft auszahlen zu lassen. Mal sind es wenige 100 Kilogramm, mal aber auch mehrere Tonnen.

Das Projekt, den für die Region charakteristischen Streuobstanbau nachhaltig zu fördern, erhält vielfältigen Artengemeinschaften von Tieren und Pflanzen ihren wertvollen Lebensraum. So vereinen sich auf natürliche Art Naturschutz und ökologische Landnutzung.

Doch auch für Touristen in der Region sind der Erhalt und der Ausbau der naturbelassenen Streuobstwiesen interessant. So können Urlauber auf der Route der alten Obstsorten die einzigartige Sortenvielfalt kennenlernen oder auch einfach nur unter einem Apfelbaum in der Sonne liegen und die Seele baumeln lassen.

Ein Konzept, das also vielseitig aufgeht: für die Wiesenbesitzer, für die regionale Kultur, für den Tourismus, für den Artenerhalt der Sorten, für den Lebensraum vieler Tiere und Pflanzen und – was wären wir für ein Saftladen, wenn wir nicht auch daran denken würden – als wichtiges Qualitätsmerkmal. Die besondere Sortenvielfalt schafft nicht nur einen wunderbar harmonischen Geschmack, sondern dient auch dem für uns so wichtigen Erhalt von traditionellen Obstsorten.



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