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22. Dezember 2020

#BIOhilft – Warum Bio mehr ist, als ein Qualitätssiegel

Es waren schockierende Bilder, die uns Anfang September aus dem Flüchtlingsheim in Moria erreicht haben. Ein verheerender Brand hat weite Teile des Camps zerstört und die ohnehin menschenunwürdigen Lebensbedingungen noch einmal drastisch verschlechtert. Das Leid der Geflüchteten, die auf engstem Raum in zusammengepfercht „leben“, wurde durch den Brand weiter verstärkt.

Mit dem Beginn der kalten Jahreszeit sind noch mehr Probleme dazu gekommen, denn während über das Mittelmeer die ersten Winterstürme toben, fehlt es den über 10.000 geflüchteten Männern, Frauen und Kindern an Kleidung, Essen, Wasser und einem festen Dach über dem Kopf. Unter dem Motto „Bio hilft! Solidarität mit Moria“ haben sich darum nun Bio-Unternehmen aus ganz Deutschland zu einer Hilfsaktion zusammengeschlossen. Als Ergebnis dieser langfristig ausgelegten Solidaritätsaktion wurden bereits die ersten LKW‘s des Bündnisses auf den Weg in Richtung Griechenland gemacht. An Bord unter anderem Schokolade der Firma Ludwig, Kekse von der Bohlsener Mühle, Haferriegel und Müsli-Produkte von Allos und natürlich auch Säfte von Voelkel.

Stefan Voelkel, der selber schon vor Ort war um sich einen Eindruck von den Lebensbedingungen des Camps zu machen, ruft indes die gesamte Bio-Branche zur Teilnahme auf: „Bio ist nicht nur eine EU-Verordnung, sondern in erster Linie eine ethische Haltung der Natur und den Menschen gegenüber. Und diese Haltung hört nicht an Landesgrenzen auf. Schaut also in eure Lager und helft! Insbesondere Milchpulver und Babynahrung werden dringend benötigt, aber auch jegliche weitere, vielleicht verkaufsunfähige Ware kann Leid lindern und Leben retten.“ Der Vater von fünf Kindern hält es für unerträglich, dass in Deutschland systematisch Ware vernichtet wird, deren Mindesthaltbarkeitsdatum teilweise noch Monate entfernt liegt, während in Griechenland „Menschen ohne Essen, Duschen und Würde“ leben müssen.

Umgesetzt wird die Hilfsaktion durch den Heimatstern e.V. mit Sitz in München. Bio-Unternehmen, die sich zukünftig an #BIOhilft beteiligen möchten können sich an Friedrich Roeßler von Voelkel wenden (Friedrich.Roessler@voelkeljuice.de). Egal ob Sach- oder Geldspende, alles wird gebraucht und für jede einzelne Spende sind die Menschen, denen diese Hilfe zugutekommt sehr dankbar!

Doch Hilfe wird auch „vor unserer eigenen Haustür“ gebraucht, denn auch hier gibt es noch immer viel zu viele Menschen, die aktuell – noch verstärkt durch die Pandemie – kein Dach über dem Kopf haben, oder sich keine warme Mahlzeit und Kleidung leisten können. Unsere Naturkostsafterei sieht schon seit vielen Jahren von Weihnachtsgeschenken jeglicher Art ab, und wir spenden die dadurch eingesparten Mittel stattdessen an Menschen in Not: So haben wir uns in diesem Jahr für eine Geldspende in Höhe von 5.000€ und eine Sachspende in Form unseres wärmenden Holunder-Glühpunsch an die Kältebusse der Johanniter in Oldenburg und Hannover entschieden.

Wir rufen alle unsere Weggefährten der Bio-Branche – egal ob Lieferant*innen, Kolleg*innen, oder Kund*innen – dazu auf: Helft euren Mitmenschen!

Denn Bio ist für uns nicht nur eine Lebensmittelqualität, sondern vielmehr gelebte Empathie, Unterstützung von Hilfesuchenden und – ganz besonders in Krisenzeiten – unsere Verantwortung füreinander!

Voelkel wünscht besinnliche Weihnachten und einen guten Rutsch in das neue Jahr.



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